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Wir sind davon überzeugt, dass die europäische Idee Menschen weiterhin begeistern kann, wenn die Mitgliedschaft in der EU im Alltag aller Europäer und Europäerinnen einen echten Unterschied macht. Deswegen fordern wir die Einführung einer neuen Grundfreiheit – der Bildungsfreizügigkeit!


DAS WOLLEN WIR ERREICHEN:

Wir wollen, dass die EU im Bereich der Bildung eine Plattform bereitstellt, die zur Vernetzung und zum Austausch zwischen den nationalen Bildungsinstitutionen beiträgt.

Die grundsätzliche Zuständigkeit der Mitgliedstaaten für ihre Bildungssysteme bleibt unberührt. Schüler und Eltern sollen aber in die Lage versetzt werden, mithilfe eines verständlichen europäischen Referenzrahmens einer Schule im europäischen Ausland den aktuellen Noten- und Lernstand zu übermitteln. Englisch soll spätestens ab der Grundschule an allen Schulen in Europa gelehrt und bilingualer Unterricht gefördert werden. Alle Schulpflichtigen sollen außerdem die Chance haben, bis zu sechs Monate im europäischen Ausland zur Schule zu gehen.

In Zukunft sollen nicht nur Schulpflichtige und Studierende, sondern gerade auch Auszubildende viel häufiger die Chance haben, von der EU zu profitieren. Für junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz soll deswegen über den European Employment Service übersichtlich ein europäischer Ausbildungsmarkt präsentiert werden. Austauschprogramme im Rahmen von Ausbildungen gerade auch in kleineren und mittleren Betrieben sollen auf dieser Plattform angeboten, durch die EU koordiniert und übersichtlich präsentiert werden. Analog zum Erasmus-Studienaufenthalt soll für Ausbildungen mit blockweisen Berufsschulphasen die Option geschaffen werden, auch einen Teil der schulischen Ausbildung an einer Partnerschule im Ausland zu absolvieren.


EUROPAWEIT LERNEN – WIE GEIL WÄRE DAS DENN?


Auch für Studierende muss sich die EU noch stärker einsetzen. Wir fordern die Angleichung der Semester- und Prüfungszeiten in der EU. Außerdem muss die gegenseitige Anerkennung von Kursen im Rahmen des ECTS verbessert werden, sodass die im Auslandssemester belegten Kurse einfacher auf das Studium angerechnet werden können.

Wir wollen ein flächendeckendes Hochschulnetzwerk in der EU. Bestehende Universitäten können – beispielsweise in Grenzregionen – zu “Europäischen Schwerpunktuniversitäten” in nationaler oder multinationaler Trägerschaft werden. Diese sollen sich neben dem Angebot auch europabezogener Studiengänge dadurch auszeichnen, dass sie mithilfe von Online-Kursen, sogenannten MOOCs, Fernstudiengänge und Weiterbildungen für alle europäischen Bürger möglich machen. Weiter sprechen wir uns für die Option eines (freiwilligen) digitalen Studierendenausweises in der Europäischen Union aus. Wir halten nichts davon, eine begrenzte Anzahl neuer “Europäischer Universitäten” aus dem Boden zu stampfen. Denn nur, wenn möglichst alle europäischen Studierenden unproblematisch digital auf Bibliotheken anderer europäischer Hochschulen und Universitäten zugreifen können, lebt die europäische Idee in der gesamten Hochschullandschaft und schafft echten Mehrwert für die breite Masse der Studierenden.

Europa soll Spitzenreiter in Innovation und Forschung sein. Hierfür wünschen wir uns mehr europaweite Private Public Partnerships. Die EU kann auch hierbei koordinierend tätig sein und Plattformen und Informationen bereitstellen, die Forscher und Unternehmen aus Europa vereinfacht zueinander finden lassen. Um den freien Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse zu fördern, soll die EU-Initiative zum Open Access weiter forciert werden. In Zukunft soll es außerdem Forschungsstipendien und Forschungsinvestitionen der Europäischen Union geben.

Wenn andere auf Abschottung, auf Grenzen dicht, auf Zölle hoch setzen, müssen wir unser Bemühen für freien Handel in der ganzen Welt ausbauen.
Svenja Hahn